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Was kostet eine Website?

braindinx Website Webdesign

Eine der Fragen die wir sehr oft gestellt bekommen, ist die Frage nach dem Preis. “Was kostet eine Website”. Das ist erst einmal keine Überraschung und im Zuge der Erstellung einer neuen Website obligatorisch. Oft fehlt der Frage aber der Kontext. Ohne Bezug, Zielsetzung und Relation ist es daher sehr schwer eine hilfreiche Antwort zu geben.

Das Web ist voll von Antworten auf die Frage “Was kostet eine Website”. Ich möchte die Fragestellung und auch die Problemstellung mit der reinen Kostenfrage anhand von Beispielen erarbeiten. Eine schnelle und einfache Antwort gibt es auch. Damit fangen wir gerne an.

Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen.

Zu dieser Frage gibt es eine schnelle, sehr ungenaue Antwort die der Detailtiefe der Frage entspricht. Eine kleine Website für eine lokales Unternehmen liegt bei uns in einer Preisspanne zwischen 10.000€ und 5.000€.

Diese Angabe ist nur gut um ein Gefühl für eine Preisspanne zu geben. Die Antwort bezieht sich auch nur auf die Art wie wir arbeiten und den Nutzen den wir damit bieten. Wenn du hierzu ein paar tiefergehende Informationen suchst, dann schau doch gerne mal in den Artikel “In 5 Schritten zu erfolgreichen Projektstart”. Oder du wirfst einen Blick auf unseren Beitrag “Diagnose before Design”.

Im Kern ist die Antwort so ungenau wie die Frage und nicht wirklich zielführend. Es ist ein kurzer Checkpoint. Wir respektieren deine wertvolle Zeit und gehen auch mit unseren Ressourcen respektvoll um. Ein frühes “Nein” ist daher die zweitbeste Antwort für Kunde und Agentur. Passt das Budget grob, dann kann es weiter gehen.

Am Markt ist jeder Preis möglich

Die Antwort kann auch 500€, 2.000, 19,90€, 10$ oder 35.000€ lauten. Es hängt davon ab wen ich frage und was mein Unternehmen benötigt. Bist du bereit ein höheres Risiko einzugehen? Hast du viel Zeit oder deine Ansprüche an die Seite sind sehr niedrig? Dann kannst du mit Sicherheit günstigere Konditionen erhalten. Eine Corporate Website mit individueller Programmierung und Bildmaterial ist für 500€ allerdings nicht zu realisieren.

Für deine neue Website kannst du dir auch folgenden Frage stellen: Wie intensiv soll sich mein Partner mit meinem Unternehmen beschäftigen? Ein realistischer Stundensatz liegt zwischen 95€ – 120€, je nach Agentur auch deutlich darüber. 

Ein paar Impulse dazu:

  • Baukasten, Theme oder individuell programmiert?
  • CMS oder statische HTML Seite
  • Umfang und Funktionalität
  • Sitemap und Prototyp
  • Responsive & Mobil First
  • Hosting und Domain
  • Bildmaterial – Stock oder Fotograf?
  • Textmaterial
  • Keywords und SEO Strategie
  • Impressum & DSGVO
  • Wartung und Pflege
  • Cross-Browser Tests
  • Design Thinking 

Bessere Fragen führen zu besseren Antworten.

Die Antwort ist meistens nur so gut, wie die Frage es ermöglicht. Ohne Kontext und Zielsetzung “Was kostet eine Website” zu fragen, bringt also viele verschiedene Antworten. Klarheit aber meistens nicht.

Was kostet ein Auto?

Mein erstes Auto war ein Opel Corsa A, Steffi Graf Sonderedition für 800€. Die eine Hälfte habe ich bezahlt, die andere haben meine Eltern dazugelegt. Ein Päckchen Camel und die erste Tankfüllung inklusive. Ein paar Tankfüllungen sollten folgen, da am Ende des Geldes meistens noch etwas Monat übrig war. Es war mein erstes Auto, es hat Freiheit bedeutet und ich war sehr zufrieden. Budget und Ziel haben gepasst und das hat super funktioniert.

Was kostet ein Auto? Antwort: 800€

Heute, viele Jahre später, mit drei Kindern passt das nicht mehr so wirklich als Antwort. Wir fahren heute einen Ford S-Max. Der Familienvan liegt je nach Ausstattung bei ca. 35.000€. Die Antwort kann also auch 35.000€ lauten. Hätte früher natürlich niemals funktioniert – Zielsetzung und Budget müssen übereinstimmen.

Was kostet ein Auto? Antwort: 35.000€

Ein Volvo XC90 im mittleren Ausstattungssegment liegt dann schon bei 65.000€ und ist auch ein Auto. Mit Sicherheit ein ganz tolles Auto. Funktioniert heute nicht wirklich für uns. Da passt das Budget für uns nicht.

Was kostet ein Auto? Antwort: 65.000€

Einen Corsa A und einen Volvo XC90 zu vergleichen ist nicht zielführend. Abgesehen von vier Rädern, einem Lenkrad und Fenstern, wird es da schon dünn. Trotzdem stimmt die Antwort bei 800€ genauso, wie bei 35K oder 65K – sogar für ein und dieselbe Person. Aber ohne Kontext verwirrt die Antwort mehr, als das es Nutzen bringt. Damit sind wir auch genau beim Kern der Sache.

Die Frage nach dem Kontext und dem Nutzen

  • Warum benötigst du eine Website?
  • Wen möchtest du erreichen?
  • Was möchtest du erreichen?
  • Warum möchtest du das erreichen?
  • Welchen Nutzen bietet es dir?
  • Welchen Nutzen bietet es deinem Kunden?

Das sind die essentiellen Fragen für ein so wichtiges Projekt wie die Firmenwebsite.

Design Thinking und Diagnose before Design sind essentielle Grundlagen unserer Arbeit. Mehr dazu findest du im Bereich Markenbildung.

Du hast keine Vorstellung, wie du dein Budget festlegen sollst?

Wenn dein Budget noch nicht klar ist, dann kannst du es mit ein paar Kennzahlen deines Unternehmens in Relation setzen.

Eine realistische Rechengrundlage sind 3% deines Umsatzes. Ein ReDesign einer Internetpräsenz (wenn es professionell mit Strategie und aus Nutzersicht gedacht ist) kann ein Umsatzwachstum von ca. 3% mit sich bringen. Natürlich spielen etliche Faktoren wie Markt, Zielgruppe, Unternehmensgröße eine große Rolle. Bist du noch nicht oder nur rudimentär im Web vertreten, sind 3% sehr pessimistisch. Bist du Apple, ziehen wir die Prognose zurück ;-). Auch hier ist der Kontext und die Ausgangssituation sehr wichtig.

Bei einem Jahresumsatz von 1.500.000€ könnte also eine Umsatzsteigerung von 45.000€ erzielt werden.

Hast du ein Kleingewerbe wird es natürlich deutlich weniger sein. In jedem Fall hast du einen realistischen Rahmen für die Festlegung eines Budget.

Was kostet eine Website? Erst der Kontext und das Ziel geben den Zahlen Aussagekraft.

Wenn du also ein nebenberufliches Kleingewerbe betreibst, wird dir mit einer Investition in eine individuelle Website nicht geholfen sein. Ein Baukasten oder ein fertiges Theme können für dich dann aber durchaus eine gute Wahl sein. Wenn deine Bedürfnisse und dein Kleingewerbe wachsen, lohnt sich dann der Schritt zur professionellen Agentur unter Umständen doch für dich.

Wenn es für dich um große Budgets geht, dann möchtest du kein Risiko eingehen. Ein professioneller Partner an deiner Seite ist essentiell. Darauf sind wir vorbereitet und spezialisiert.